10.05.2020

5. Sonntag in der Osterzeit - Wort zum Sonntag

„Lasst euch durch nichts in eurem Glauben erschüttern!“ ermutigte Jesus seine Jünger. „Vertraut auf Gott und vertraut auch auf mich! Denn im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“ (Evangelium nach Johannes 14,1 und 2)

„Im Haus meines Vaters…“

Viele Bibelstellen sprechen von Gott als Mutter.
Am deutlichsten der Prophet Jesaja. Er sagt uns, Israel werde geformt im Schoß seines Gottes (Jes 44,2 und Jes 44,24).
Jesaja nennt Gott gleichzeitig Vater und Mutter (Jes 45,10).
Er hört Gott sagen: „Wie ein Mann, den seine Mutter tröstet, so tröste ich euch.“ (Jes 66,13)

„Gott ist Vater und Mutter,“ sagte der früh verstorbene Papst Johannes Paul I. in der Ansprache zum sonntäglichen Angelus am 10. September 1978.

„Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“
Könnte es auch das Mutterhaus sein, in dem wir alle unser wirkliches Zuhause haben? – Heute, am Muttertag, bestimmt.

Das Vater- und Mutterhaus, auf das wir sicher vertrauen dürfen. Wir alle, so verschieden wir sind. Vaterhaus und Mutterhaus, das mir Halt zu geben vermag.
Auf dieses Zukunftsbild kann ich mich verlassen.
Das gibt mir schon heute die Chance, mich selbst so anzunehmen, wie ich bin.
Uns alle – alle Menschen – so anzunehmen, wie wir sind. Mit unseren Lebensgeschichten. Mit der Art und Weise, wie wir mit unserem Leben – mit dem, was wir erleben – und mit unseren Mitmenschen umgehen.
Geliebt von Gott – unserem Vater und unserer Mutter. (Papst Johannes Paul I.)

„Lasst euch durch nichts in eurem Glauben erschüttern!“, ermutigte Jesus seine Jünger. „Vertraut auf Gott und vertraut auch auf mich!“
So beginnt das heutige Evangelium in der interessanten Übersetzung von Albert Kammermayer.

„Lasst euch durch nicht in eurem Glauben erschüttern!“
Gar nicht so einfach in Corona-Zeiten.
„Lasst euch durch nichts in eurem Glauben erschüttern!“, ermutigt Jesus seine Jünger. „Vertraut auf Gott und vertraut auch auf mich!“

Vielleicht kann als Gebet helfen, was die Evangelische Kirche als Jahreslosung 2020 hat:
„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Evangelium nach Markus 9,24)

Albert Kammermayer gibt dies so wieder:
„Ich will dir ja vertrauen, lieber Herr. Aber hilf, dass ich es kann!“

Für das Pastoralteam von St. Nikolaus und St. Johann Baptist

Rainer Hesse
Pastor

<- Zurück zu: News Übersicht Pfarrei