26.06.2016

Der Stand der Dinge

Zur Vorbereitung der wirtschaftlichen Entscheidung mit dem Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes erarbeitet der Koordinierungskreis die zukünftigen Möglichkeiten in unserer Pfarrei. Dies betrifft in erster Linie die räumliche Situation. Im Herbst werden der Pfarrgemeinderat und der Kirchenvorstand, unterstützt durch das Pastoralteam gemeinsam darüber beraten. Sobald ein Votum verabschiedet ist, wird es in der Pfarrei veröffentlicht.

Parallel dazu werden pastorale neue Ideen und Schwerpunkte entwickelt. Dabei wird weder das Pastoralkonzept neu gestaltet, noch wird die gesamte Pfarrei neu geplant. Die Umbruchsituation wird dazu genutzt, unsere wesentlichen Anliegen als Christen in unserer direkten Umgebung zu benennen, zu diskutieren und passende Angebote dazu zu entwickeln. Dabei können durchaus alte Ideen neu entdeckt werden, oder bestehende Angebote an eine veränderte Umgebung angepasst werden.

Die zahlreichen Themen und Ideen der Pfarreiversammlung wurden kategorisiert und zusammengefasst. Daraus wurde eine gemeinsame Essenz gebildet, die Leitsätze, die uns bei allen weiteren Gedanken und Planungen „leiten“ können:

    1.     Unsere Kirche möchte nah sein – Gemeinschaft erleben vor Ort, Begegnung ermöglichen in allen Stadtteilen.

    2.     Wir wollen gemeinsam Aufbruch gestalten – es wird sich für Alle etwas verändern, wir müssen versuchen Traditionen zu bewahren und Neues zu wagen.

    3.     Wir möchten uns den Menschen der Umgebung zuwenden – neue Wege gehen, offen sein für Andere.

    4.     Wir möchten die Nähe Gottes erfahrbar machen – miteinander sprechen, gemeinsam Gott erleben, einladend sein.

Bei allen Themen, die wir weiter bearbeiten werden, wollen wir diese Leitsätze als Messlatte nehmen, daran prüfen, ob die gesetzten Ziele den gemeinsamen Wünschen und Bedürfnissen der Menschen in der Pfarrei entsprechen.

Ende Mai haben sich zahlreiche Interessierte, die sich schon bei der Pfarreiversammlung gemeldet hatten, zur Weiterarbeit versammelt. Es wurden ca. 20 Themen vorgestellt, die mehrfach genannt wurden, oder schon klar formuliert waren. Acht Gruppen haben sich gebildet und bereit erklärt, an je einem bis drei dieser Themen weiter zu arbeiten. Die Liste dieser Gruppen finden Sie hier.

Wir dürfen sehr gespannt sein, was sich in diesen aus allen Teilen unserer Pfarrei bunt zusammengewürfelten Gruppen entwickeln wird. Und natürlich drängt auch die Frage, was die wirtschaftliche Auswertung der Daten in der Zukunft unserer Pfarrei für Auswirkungen hat.

Dennoch müssen wir uns da noch gedulden. Es macht Sinn, diese Entscheidung mit fachlich kompetenten Menschen und Vertretern der Pfarrei sehr gründlich und in Ruhe vorzubereiten.

Mit den besten Wünschen und Gottes Segen für einen schönen Sommer,

Sabine Wiesweg
für die Koordinierungsgruppe

10. April 2016

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

bei der Pfarrversammlung am 6. März 2016 haben ca. 190 Mitglieder unserer Pfarrei teilgenommen und aktiv mitgearbeitet.

Wir sind begeistert, dass sich so viele Menschen aufgemacht haben zur Versammlung zu kommen, und dass sich eine ehebliche Anzahl derer in Listen zur weiteren Mitarbeit eingetragen haben!

Das Gefühl der Gemeinschaft an dem Sonntag war etwas Besonderes und auch der gemeinsame Gottesdienst in der ungewohnten Umgebung.

Wir haben versucht, aus den vielen Gedanken, die in den sechszehn Arbeitsgruppen festgehalten wurden, Leitsätze zu formulieren.  Einerseits, um die Ergebnisse für alle Pfarreimitglieder sichtbar zu machen, und andererseits, um mithilfe dieser Leitsätze die Gedanken aus der Versammlung in die weitere Arbeit einfließen zu lassen.

Leitsätze:

1.    Unsere Kirche möchte nah sein – Gemeinschaft vor Ort, Begegnungsräume in allen Stadtteilen, Liturgie großräumig denken.

2.    2. Wir wollen gemeinsam Aufbruch gestalten – es wird sich für Alle etwas verändern,  wir müssen versuchen Traditionen zu bewahren und Neues zu wagen.

3.    Wir möchten uns den Menschen der Umgebung zuwenden – neue Wege gehen, offen sein für Andere.  

4.    Wir möchten die Nähe Gottes erfahrbar machen – miteinander sprechen, gemeinsam erleben, einladend sein.

 

Im Rückblick empfinden wir trotz aller Skepsis und Unsicherheit ob der Zukunft ein Gefühl des Aufbruchs, eine besondere Stimmung und Energie. Mit dieser neuen Kraft werden wir weiterarbeiten an den Fragen „Wie wirken sich die wirtschaftlichen Kürzungen auf unsere Pfarrei aus?“ und  „Wie soll unsere Kirche im Jahre 2030 und darüber hinaus aussehen?“.

 

Ihnen und Ihren Familien weiterhin eine schöne Osterzeit,

für die Koordinierungsgruppe,

Antje Koch

 

 

07. März 2016

Großartiges Interesse an der Mitarbeit zur Pfarreientwicklung - alle Erwartungen übertroffen!!

Noch viel mehr Fotos in der Bildergalerie der Pfarrei!

Ca. 190 Personen ließen sich auf das Abenteuer dieser ersten großen Veranstaltung im Rahmen der Pfarreientwicklung in unserer Pfarrei St. Nikolaus ein. Eine sehr beeindruckende Zahl an Menschen, die sich über die bisherigen Entwicklungen, den Anlass des Prozesses und die offenen Fragestellungen informieren konnten. Aufgrund sinkender Kirchenmitgliedszahlen und dadurch fehlender Steuereinnahmen, lassen sich die durch Personal und Gebäude-Erhaltung anfallenden Kosten längst nicht mehr mit den Einnahmen decken. Schon seit einiger Zeit müssen Rücklagen eingesetzt werden. Um dieser Finanzierungslücke entgegen zu wirken, muss dringend gegengesteuert werden. Konkret heißt das: Sparen.

Nutzen wir also die Zeit, die wir noch haben, einen Prozess in Gang zu bringen, in dem wir bewusst, geplant und in Ruhe unsere Zukunft gestalten: wie möchten wir unser Christsein in unserer Kirche / unserer Gemeinschaft in Zukunft leben und gestalten?

Nach einer sehr schmackhaften Suppe gab es in zwei Arbeitseinheiten die Möglichkeit, sich zu verschiedenen Themen auszutauschen.

In vier Arbeitsgruppen und zwei Modellen wurde die Idee einer Pfarrei mit zwei oder auch nur einer Kirche überlegt - wie kann das gehen, was wird benötigt, was darf nicht fehlen, würde Neues entstehen, wie kann Bewährtes erhalten werden?

In vier weiteren Gruppen wurde anhand der vier "Grundvollzüge von Kirche" diskutiert, was uns wichtig erscheint, an der Gestaltung von Kirche in der Pfarrei und in der Stadt / den Stadtteilen: zu den Themen Liturgie / Gottesdienste feiern, Verkündigung / Zeugnis geben, Dienst am Nächsten / Nächstenliebe und dem Thema Gemeinschaft leben und gestalten. 

Es gab angeregten Austausch und Diskussionen, die über die Arbeitsgruppen hinaus beim Kaffee-Trinken anhielten.

Der gemeinsame Tag hat mit einem Wortgottesdienst begonnen und endete mit der Eucharistiefeier.

Allen Teilnehmenden einen ganz herzlichen Dank für Ihr Kommen und Ihr Mittun!

Ein besonderer Dank auch an das Team der Boje für die tolle Bewirtung unter deutlich erschwerten Bedingungen!!  

 

Wir werden die Ergebnisse des Tages nun im Koordinierungsteam auswerten und weitere Aktivitäten planen. Der Prozess wird weitergehen, die Diskussionen sind nun angestoßen - wir werden Sie erneut einladen!

Wenn Sie das nächste Mal persönlich eingeladen werden möchten und sich am Sonntag nicht in eine Liste eintragen konnten, senden Sie uns doch eine E-Mail an st.nikolaus2030@gmail.com.

Es grüßt ganz Herzlich,

Sabine Wiesweg

 

 

 

Wie wünschen Sie sich Kirche an dem Ort an dem Sie Leben?
Wie möchten Sie Ihren Glauben leben?

Und Ihr:  Wie wünscht Ihr Euch Kirche in 10 oder 20 Jahren? Was ist Euch wichtig?

Mit viel Kreativität und Zeit möchten wir diesen Fragen auf den Grund gehen. Denn unsere Gemeinde, unsere Pfarrei – unsere Kirche wird sich weiter verändern.

Und jetzt ist die Zeit, die Weichen so zu stellen, dass die Dinge, die uns wichtig sind, einen Platz finden werden!

Herzliche Einladung zu Austausch und Gespräch bei der Pfarrversammlung:

 

 


Bitte melden Sie sich an, das erleichtert uns die Planung. In den Kirchen liegen Listen aus oder per E-Mail an st.nikolaus2030@gmail.com.

 

 

 

Gebet im Pfarreientwicklungsprozess

Zur Begleitung des Prozesses werden wir dieses Gebet regelmäßig in den Heiligen Messen beten. Die Gebetskarten verbleiben in den Kirchen.

 

Naher Gott,

als Kirche von Essen sind wir unterwegs im Bund mit dir die Zukunft zu gestalten.

Du hast uns dazu mit vielfältigen Gaben und Talenten beschenkt.

Rühre du uns an,

lass uns wach sein für dein Wort und für die Not der Welt.

Vieles ist im Umbruch.

Hilf uns, Lernende zu bleiben und wirksam mitzubauen an der Kirche der Zukunft.

Wir wissen uns gesendet von dir, Gott, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Amen.

29.11.2015

Einladung - gehen Sie mit!

Advent, Einladung zur Besinnung, ganz sicher. Aber doch auch Einladung zum Aufbruch und zum Abenteuer.

Die Texte der Bibel, in denen wir in der Adventszeit lesen, berichten immer wieder von Menschen, die diesen Aufbruch wagen und riskieren, Vertrautes, Bekanntes, Gewohntes hinter sich lassen, um offen zu werden für neue Erfahrungen.

Auch unsere Pfarrei hat sich in den letzten Wochen auf den Weg gemacht, nach  neuen Wegen suchen, um auch im Jahr 2030 in der Gesellschaft noch überzeugte Christen sein zu können und ernst genommen zu werden. Allerdings sind wir damit nicht alleine, sondern alle 43 Pfarreien aus dem Bistums Essen haben sich bereits, oder werden sich sehr bald, mit diesem Thema beschäftigen.

Bis zum Jahr 2017 gilt es, gemeinsam mit möglichst vielen Mitchristen unserer Pfarrei, zu erarbeiten, wie wir im Essener Norden zukünftig Kirche gestalten wollen. Dabei werden die sich verändernden Rahmenbedingungen wie zum Beispiel geringere finanzielle und personelle Mittel und die abnehmende Kirchenbindung ebenso thematisiert, wie die Suche nach innovativen Wegen, damit Kirche eine gute Zukunft hat.

Zu diesem Zweck ist eine koordinierende Arbeitsgruppe gebildet worden, die von Mitarbeitern des Bistums unterstützt wird. In unserer Pfarrei setzt sich dieser Arbeitsgruppe wie folgt zusammen:

·         aus dem Kirchenvorstand Frau Wagner und Herr Goedert,

·         aus dem Pfarrgemeinderat Frau Fleer und Herr Davidheimann,

·         aus dem Pastoralteam unsere Gemeindereferentin Frau Koch und Pastor Jakschik,

·         dazu noch unsere Verwaltungsleiterin Frau Mauerhoefer und unser Pfarrer Herr Linden.

Auf die Verantwortlichen kommt eine Menge Arbeit zu. Los geht es mit einer Bestandsaufnahme, in deren Mittelpunkt die pastorale Aufgabe steht festzuhalten, wie Gemeindeleben in unserer Pfarrei eigentlich aussieht. Auch gilt es, die Immobilien zu erfassen, die der Pfarrei gehören und festzuhalten, wie der Zustand der Gebäude ist und in welchem Umfang diese genutzt werden.

Um zu erfahren, wie unsere katholische Gemeinschaft insgesamt attraktiver werden könnte, möchten wir möglichst viele Menschen einbeziehen. Wir wollen gemeinsam überlegen, wohin wir eigentlich wollen, und auf welche Bestandteile wir beispielsweise nicht verzichten können. Bezüglich der Finanzen solle es nicht vorrangig um Einsparungen gehen, sondern darum, zu überlegen, wie die knappen Ressourcen sinnvoll für die pastorale Arbeit eingesetzt werden können.

Jeder ist eingeladen, sich an diesem Prozess zu beteiligen und seine Ideen einzubringen. Wer etwas beisteuern möchte, kann sich an die Mitglieder des Koordinierungsausschusses oder auch an das Pfarrbüro wenden.

Darüber hinaus möchte ich Sie bereits jetzt zu einer Pfarreiversammlung im März des nächsten Jahres einladen, bei der wir mit möglichst vielen Mitchristen ins Gespräch kommen und diesen Prozess gemeinsam gestalten wollen. Halten Sie sich daher bitte Sonntag, den 6. März 2016 schon mal frei. Wir werden Sie am Anfang des nächsten Jahres über Details zu diesem Tag informieren.

Ich hoffe auf Ihre Offenheit und Bereitschaft, sich gemeinsam mit vielen Menschen aus der Pfarrei aufzumachen, neue Wege zu entdecken. Mit einem zum Thema Advent und Pfarreientwicklung passenden Text von Andrea Schwarz möchte ich mich von Ihnen verabschieden und wünsche Ihnen einen schönen ersten Advent:

„Eine Verheißung in den Ohren

einen Stern vor Augen

meine Gaben in den Händen

mache ich mich auf den Weg

und weiß nicht

wo ich ankommen werde“

 

Dirk Goedert für die „Koordinierungsgruppe Pfarreientwicklungsprozess“

 

29.11.2015

Hallo zusammen

Hier ist eine neue Seite entstanden und ich wünsche mir, dass es eine sehr lebendige Seite wird!

Sie wird den "Pfarreientwicklungsprozess" begleiten - ein sehr sperriges Wort hinter dem sich eine große Herausforderung verbirgt. Im September-Niko haben Karlheinz Kizina-Hobrecht und Pastor Martin Koopmann eine erste Einführung ins Thema gegeben. Im aktuellen Dezember-Niko gibt es weitere Informationen von Pastor Martin Koopmann. Und oben steht der Text, der heute in allen Gottesdiensten verlesen wurde.

 Auf dieser Seite werde ich - die ich diesen Prozess für Sie begleiten darf - versuchen, alle Informationen zusammenzustellen. Es soll kein verborgener Prozess sein, bei dem ein kleiner exklusiver Kreis sich die "Pfarrei der Zukunft" denkt, sondern ein gemeinsamer Weg, den alle mitgestalten können und sollen!

 

Einen schönen ersten Advent wünscht

Sabine Wiesweg